Freitauchen ist pur und einfach. Es muss auch sicher sein. Das ist das Lanyard-Konzept, an dem wir fast zwanzig Jahre gebaut haben, um beides zu liefern.

Die meisten Lanyards werden entworfen und dann ungetestet gelassen. Unsere nicht. Wir haben Feldtestprotokolle geschrieben, einen Fallgewichtsprüfstand gebaut und komplette Lanyards auf einer kalibrierten Materialprüfmaschine bis zum Bruch gezogen. Jeder Festigkeitswert auf dieser Seite ist gemessen, nicht geschätzt.

Das Ergebnis ist ein komplettes System: Befestigungen an Taille und Handgelenk, dazu Handgelenkbänder, Gurte, Kabel und Karabiner — damit du genau das Setup bauen kannst, das dein Tauchen verlangt.

Weiter unten: Lass das Fallgewichtsmodell selbst laufen, sieh dir die gemessenen Ergebnisse an und lade die Testdokumente herunter, die wir für Judges und Hersteller veröffentlichen.

Bei den AIDA-Weltmeisterschaften 2019 in Frankreich war FreeXperience das offizielle Lanyard.

Herstellerprüfung

Fallgewichtssimulator

Ein fallendes Gewicht belastet ein Lanyard nicht mit seinem eigenen Gewicht, sondern mit der Kraft, die nötig ist, um es abzubremsen. Und die hängt fast ausschließlich davon ab, wie weit sich das Lanyard dabei dehnt. Stell einen Test ein und sieh selbst.

„Unser Test“ ist eine Schätzung: Dehnung und Energieaufnahme unseres Lanyards wurden während eines Falls noch nicht gemessen. Gemessen ist das Ergebnis des Fallversuchs selbst — mindestens 10 Fallversuche mit 5 kg aus 1 m, bestanden.

Das Prüfgewicht. Wir testen unsere eigenen Lanyards mit 5 kg.
Wie weit das Gewicht fällt, bevor sich das Lanyard spannt.
Die Strecke, auf der es das Gewicht abbremsen muss. Ein komplettes FreeXperience-Lanyard dehnt sich um etwa 5 cm. Das ist der Wert, der das Ergebnis am stärksten verändert.
Bestimmt, wie viel höher die Spitze als der Durchschnitt liegt. Das muss gemessen, nicht geschätzt werden — siehe die technischen Hinweise unten.
Geschwindigkeit beim Aufprall4.43 m/s
Energie beim Aufprall49.05 J
Impuls22.15 N·s
Mittlere Kraft beim Abbremsen1 030 N
Spitzenkraft am Lanyard
1 030 N
1.0 kN — so viel Zug, als hingen 105 kg daran
Einordnung
Über dem Schlimmsten, was eine echte Bergung erzeugen kann, und unter dem Punkt, an dem unsere Lanyards reißen. Die Probe hält, mit Reserve.
Fachbegriffe und Formeln (auf Englisch)
Speed at impact
Impact velocity, v = √(2gh), with g = 9.81 m/s².
Energy at impact
Kinetic energy carried by the weight, E = m·g·h.
Impulse
The momentum the lanyard has to absorb, J = m·v, in newton-seconds.
Average force while stopping
F = m·g·(h + d) / d, where d is the stretch. This follows from energy conservation and does not depend on the material.
Peak force
Peak factor × average force. The peak factor is the ratio of peak to average and is set by the shape of the force–extension curve: 1.0 for a constant-force element, 2.0 for a linear-elastic response, above 2.0 for a stiffening cord. Average force is what energy conservation gives you; peak force is what breaks hardware and reaches the wrist.
The same pull as hanging … kg on it
Equivalent static load, peak force ÷ 9.81. A force is not a mass — this is a conversion at 1 g, for comparison only.
Where the reference marks come from
Retrieval loads are drag calculations, F = ½·ρ·u²·CD·A in seawater at 1.5 m/s. The breaking range is our own measured data. EN 355 is the European standard for fall-arrest energy absorbers and caps the force reaching a harnessed user at 6 kN in air; it is shown for scale only, and a wrist is a far weaker attachment point than a harness. The worst case assumes a body pulled broadside (CD·A ≈ 0.84 m²). The model does not include the jerk when slack in a counter-ballast line is taken up, and it compares a dynamic peak with static, slow-pull breaking strengths.

Full derivation in §6.1 and §6.2 of Freediving Safety Lanyard Testing, below.

Fallversuche sind für Hersteller gedacht, nicht für Wettkämpfe. Ein Hersteller sollte seine eigenen Lanyards bis zum Bruch testen — so findet man die Schwachstellen einer Konstruktion. Mach nie einen Fallversuch mit einem Lanyard, mit dem gleich getaucht wird: Ein nicht elastisches Lanyard erreicht Spitzen im Kilonewtonbereich, und der Test beschädigt es.

Modell aus Freediving Safety Lanyard Testing §6.2. Die Bruchlasten sind unsere eigenen statischen Messwerte bei langsamem Zug: 145 kg für das komplette Lanyard und 255 kg für das Handgelenkband, wo das Maximum des Prüfstands erreicht wurde. Gemessen auf einer Lloyd LRX Plus mit 2,5-kN-Kraftmessdose. Alle Tests finden in der Luft statt, was härter ist als im Wasser: Dort bremsen Auftrieb und Strömungswiderstand die fallende Masse.

Referenzdokumente

Freediving Safety Lanyard Testing

Ein Methodenvorschlag für die Festigkeitsprüfung, die AIDA §5.1.15 verlangt, aber nicht definiert. 7 Seiten, auf Englisch.

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The Wrist Band Closure Under Load

Warum eine korrekt geschlossene Klett-Manschette eine Bergung per Gegengewicht hält. 8 Seiten, auf Englisch.

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Unsere Lanyards und Zubehör

Ocean Waves Handgelenk-Lanyard

Gesamtlänge
118 cm, vom Handgelenkanschluss bis zum Ende des Karabiners

Gewicht
150 g mit Aluminiumkarabiner
228 g mit Edelstahlkarabiner

Seil
90 cm lang, 3,7 mm dick

Gemessene Bruchlast
Komplettes Lanyard: 145 kg
Handgelenkband: über 255 kg, Maximum des Prüfstands erreicht
Schwarzes Seil: 170 kg
Limegrünes Seil: 220 kg

Getestet auf einer Lloyd LRX Plus Materialprüfmaschine mit 2,5-kN-Kraftmessdose.

Wiederholte Stoßbelastung
Mindestens 10 Fallversuche mit 5 kg aus 1 m: bestanden

Sicherheitshinweis: Der Klettverschluss muss bei jeder Verwendung und jedem Test auf ganzer Länge richtig geschlossen sein. Ein nicht fest angedrückter Verschluss besteht einen Test, den er nicht bestehen dürfte.

Ocean Waves Hüft-Lanyard

Gesamtlänge
118 cm, vom Gürtelanschluss bis zum Ende des Karabiners

Gewicht
Größe M: 213 g Aluminium / 296 g Edelstahl
Größe L: 222 g Aluminium / 304 g Edelstahl
Größe XL: 231 g Aluminium / 312 g Edelstahl

Seil
90 cm lang, 3,7 mm dick

Gemessene Bruchlast
Komplettes Lanyard: 145 kg
Gürtel: 170 kg
Schwarzes Seil: 170 kg
Limegrünes Seil: 220 kg

Getestet auf einer Lloyd LRX Plus Materialprüfmaschine mit 2,5-kN-Kraftmessdose.

Wiederholte Stoßbelastung
Mindestens 10 Fallversuche mit 5 kg aus 1 m: bestanden

Sicherheitshinweis: Laut AIDA §4.1.17.1 ist das Hüft-Lanyard nur in CNF erlaubt und wird über dem Bleigurt an einem separaten, nicht dehnbaren Gurt getragen.